Obwohl einige Schüler schon vom deutschen Finale in Hannover träumten, fehlte am Ende dann doch mehr als erhofft. Die MCG-Schul-Schach-Mannschaft, musste sich am vergangenen Freitag mit einem der hinteren Tabellenplätze begnügen. Beim Landesfinale in Monheim, bei dem 30 Mannschaften aus ganz NRW antraten, zogen die fünf Schüler, die für das Marie-Curie-Gymnasiums an den Start gingen, den Kürzeren. „Leider mussten wir auf einen unserer besten Spieler verzichten. Niklas Fischer fiel kurzfristig aus“, verriet Holger Reinert vom Schachverein Bönen, der das Team begleitete. So vertraten Simon Cieszynski, Alexander Koch, Colin Wittwer, Jan-Frederik Leufert und Benny Herbold das MCG. Da in dem siebenründigen Turnier immer nur vier Spieler zum Einsatz kamen, rotierten die Schüler kontinuierlich, sodass jeder zu fünf bis sechs Einsätzen kam.
Für das Team aus der Gemeinde verlief die Auslosung verlief nicht gerade glücklich, weil die Schüler gleich in der ersten Runde gegen das Europagymnasium Kerpen ans Brett musste, die das Turnier für sich entschieden. Gegen die Rheinländer, die mit einer durchschnittlichen DWZ von über 1400 klar favorisiert waren, mussten die Bönener eine klare 0-4-Niederlage akzeptieren. In der darauffolgenden Runde lief es dafür umgekehrt: Cienzynski, Koch, Leufert und Herbold gewannen allesamt ihre Partien und ließen ihren Gegnern aus Ahlen keine Chance.
„Das ließ den Stimmungspegel wieder gewaltig ansteigen, und der eine oder andere Optimist träumte schon davon, nach Hannover zur Deutschen Meisterschaft zu fahren“, verriet Holger Reinert. Doch es kam anders als erhofft: Denn die MCG-Schülertruppe konnte sich nur noch einen knappen 2,5-1,5-Sieg gegen ein Team aus Menden erkämpfen. In den übrigen vier Runden gegen Rheinberg, Dormagen, Witten und Ausrichter Monheim mussten sie sich geschlagen geben. Damit landete die Schul-Schach-Mannschaft am Ende im unteren Tabellendrittel.
Mannschaftsbetreuer Holger Reinert, der als Jugendleiter vom SV Bönen die Leistung seiner Schützlinge genau beurteilen konnte, war trotz der formal schlechten Bilanz von zwei aus sieben Punkten zufrieden. „Zum einen fehlte der turniererfahrene Niklas Fischer am Spitzenbrett. Zum anderen war es für Spieler, die noch nicht so lange beim Turnierschach dabei sind, eine ungewohnte Atmosphäre in der vollgestopften Aula in Monheim. Einige leichte Fehler wären in gewohnter Umgebung nicht gemacht worden“, analysiert der SV-Coach. Das habe außerdem nichts mit mangelndem Schachtalent zu tun, sondern sei eine Sache der Konzentrationsfähigkeit in der lauten Halle gewesen.





