Im Mogelpalast, wo sonst die Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums ihre Klassenarbeiten schreiben, standen am Dienstagmorgen die Schachbretter breit. Auf der internen Schulmeisterschaft duellierten sich fast 50 Denksportler aus allen verschiedenen Jahrgängen. „Hier wurde gut Schach gespielt und es war alles sehr fair. So ein großes Turnier gab es an der Schule noch nie“, resümierte SV-Vorsitzender Gernot Medger, der die Turnierleitung übernahm.
Alle Spieler absolvierten sechs Partien, in denen sie jeweils zehn Minuten Bedenkzeit zur Verfügung hatten. Sie trafen fast immer auf Gegner mit der gleichen Punktzahl. Vor der letzten Runde wurde es nochmal besonders spannend, da das Teilnehmerfeld immer noch eng beieinander lag. Niklas Fischer, Emilian Koschel und Jan Leufert belegten mit jeweils viereinhalb Punkten die ersten drei Plätze. Dicht dahinter kämpften sechs weitere Denksportler um die Chance auf den dritten Platz (vier Zähler).
Jan Leufert verspielte seine Chance auf den Gesamtsieg, hatte jedoch am Ende noch etwas Glück: In einer Verluststellung erspielte er sich gegen Jason Esse einen halben Punkt, da Leuferts König ins Patt geriet. Die Unachtsamkeit kostete Jason Esse den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Emilian Koschel gelang es ebenfalls nicht, in der letzten Runde zu punkten. Damit hatte Niklas Fischer die besten Chancen auf den Gesamtsieg. In seiner Partie ließ er nichts anbrennen, verbesserte seine Stellung mit jedem Zug und kürte sich mit dem Punktgewinn zum verdienten Gesamtsieger. „Er war auch der erwartete Favorit“, hielt Medger fest und war erfreut, dass es bis zum Ende so spannend blieb. Weil Alexander Koch in seinem Duell punktete, sicherte er sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung (fünf Zähler).
Die U18-Altersklasse entschied Muhammed Cakir für sich. Mit fünf Punkten war der Schüler der beste „Nichtvereinsspieler“. Alkan Boz, ebenfalls mit fünf Zählern, gewann die U15. Nils Leufert schnappte sich den ersten Platz in der U12. Finja Schweda krönte sich zum besten Mädchen des Turniers. Die Erstplatzierten durften sich über einen Pokal freuen. Zudem gab es weitere Sachpreise wie Schachbücher, die der SV Bönen sponserte.
Dass so viele Schüler am Wettkampf teilnahmen, liege vor allem an der Schach-AG, die seit dem Beginn des Jahres immer mehr Jugendliche anlockt, wie Medger verrät. Doch beim MCG-Turnier stellten ebenso einige Schüler ihr Können unter Beweis, die noch nicht die AG besucht haben. Denn viele spielen regelmäßig Online-Schach. Diese Entwicklung habe besonders in den vergangenen Jahren stark zugenommen: „Das zeigt, dass Schach ein Trendsport ist“, findet der Organisator des Turniers.
Da die Bereitschaft beim internen Wettkampf so groß war, hat das Marie-Curie-Gymnasium für die kommende Schul-Schach-Meisterschaft des Kreises bereits vier Mannschaften gemeldet.





