Sechste unterliegt gegen Hammer SC IV gleich doppelt

Bönen 6

Kreisklasse: SV Bönen VI – Hammer SC IV 1:3 / 1,5:2,5

Am zweiten Doppelspieltag der Kreisklasse unterlag die SV-Sechste gegen die Viertvertretung des Hammer SC sowohl im Hin- als auch im Rückspiel. Dabei reichte eine starke Leistung von Emir Cetin alleine leider nicht aus, um einen Punktgewinn zu erreichen.

Gegen das Team aus Hamm hatte man sich vor Spielbeginn durchaus Chancen ausgerechnet, leider ließen die Bönener zu viele Chancen liegen.Im Hinspiel brachte Emir Cetin (3) sein Team mit einer souveränen Vorstellung mit 1:0 in Führung. Auch seine Mannschaftskameraden begannen zunächst gut. Ahmed Hamza Dogan (2) spielte mit den weißen Steinen gegen die Französische Verteidigung und kam vorteilhaft aus der Eröffnung, dann geriet allerdings einer seiner Springer auf Abwege und ging verloren. Den Materialvorteil ließ sich sein Gegner dann nicht mehr nehmen.

Janne Engbrecht begann in seinem ersten Mannschaftseinsatz sehr couragiert und hatte nach zehn Zügen eine gewinnträchtige Stellung auf dem Brett. Leider entschied er sich bei dem herausgespielten Bauerngewinn für eine falsche Schlagfolge und sein Gegner konnte durch eine schöne Taktik im Gegenzug eine Figur gewinnen, was er dann zum Sieg nutzen konnte. Ebenfalls durch einen frühzeitigen Figurenverlust wurde die Partie am Spitzenbrett entschieden. Bereits in der Eröffnung übersah Jason Esse eine Gabel, die ihn einen Läufer kostete. So ging das Hinspiel mit 1:3 verloren.

Im Rückkampf waren die jungen Bönener einem Punktgewinn deutlich näher und hätten diesen unterm Strich auch verdient gehabt. Erneut sorgte Emir Cetin für die Bönener Führung, musste aber härter kämpfen als im Hinspiel. In deutlich besserer Stellung verspekulierte er ich in seinen Angriffsversuchen und brachte seinen Gegenüber kurzzeitig sogar auf die Siegerstrasse. Mit einem harmlos wirkenden Damenrückzug drohte Cetin dann aber ein Mattangriff, den sein Gegner auch prompt übersah. Nach zuletzt guten Leistungen erwischte Dogan diesmal einen gebrauchten Tag. Im Glauben an eine Bauerngewinn griff er mit zwei Springern an, verlor dabei aber einen der Offiziere und war danach chancenlos, obwohl ihm kein weiterer Fehler unterlief.

Ein hartes Duell lieferten sich die beiden Spitzenbretter. Esse eröffnete diesmal viel besser und hatte 20 Züge lang die Initiative, dann verlor er durch eine Unachtsamkeit eine Figurenqualität. Die Partie war aber noch nicht verloren, ganz im Gegenteil. Der Bönener verteidigte sich umsichtig und hielt die Begegnung trotz materiellen Nachteils weiter offen. Um einen weit vorgerückten Freibauern zu stoppen, opferte sein Gegner schließlich Material zurück und Esse stand urplötzlich klar auf Gewinn. Leider übersah er dann noch ein gestellte Falle und sein Kontrahent rettete sich ins Remis. Beim Stand von 1,5:1,5 war ein Mannschaftspunkt noch möglich, denn Janne Engbrecht spielte eine tolle Partie. Nach 20 Zügen lag er eine Figur vorn und spielte bis dahin nahezu fehlerfrei. Dann gelang es seinem Gegner durch eine feine Taktik, die Figur zurückzuerobern. Das resultierende Doppelturmendspiel war theoretisch remis, aber extrem schwer zu berechen. Am Ende reichte eine einzige kleine Unsachtsamkeit und der sicher geglaubte halbe Zähler ging noch verloren.

Unterm Strich war Mannschaftsführer Gernot Medger trotz der zwei Niederlagen nicht unzufrieden mit seinen Schützlingen. „Wenn man sich die Partien anschaut, so wäre mehr für uns drin gewesen“, so Medger. „Da fehlt einfach die notwendige Routine. Aber genau um diese zu bekommen, treten wir ja an. Wenn dann ein Mannschaftspunkt herausspringt ist das toll, aber nicht zwingend notwendig.“