Unglückliche Niederlage zum Saisonauftakt

Schachjugend

Jugend-Verbandsklasse: U20-Team verliert in Lünen knapp mit 1,5-2,5

Zum ersten Saisonspiel in der Jugend-Verbandsklasse reiste Bönens U20-Team ohne seine Nr. 1 Niklas Fischer nach Lünen. So musste die nominelle Nummer 2 Alexander Koch ans Spitzenbrett. Gegen den um  230 DWZ-Punkte besseren Lünener Schachfreund war Koch ohne Chance. Den ausgesprochen guten Theoriekenntnissen konnte er wenig entgegensetzen und geriet schon nach wenigen Zügen in der Eröffnung in entscheidenden Nachteil. Kochs König fand keinen sicheren Unterschlupf und geriet schnell in ein tödliches Mattnetz. Nach ca. 1 Stunde Spielzeit war das 1-0 für den Gastgeber damit perfekt. 

Besser lief es an Brett 4. Janne Engbrecht, der zuletzt bei Turnierspielen aufsteigende Form gezeigt hatte, rechtfertigte seinen Einsatz mit einem halben Punkt. Mit den schwarzen Steinen erreichte er frühzeitig einen Damentausch und verhinderte so die gegnerische Rochade. Das bot genug Kompensation für seine etwas schlechtere Bauernstruktur am Damenflügel. Nachdem weiteres Material getauscht wurde und für beide Seiten kein Fortschritt mehr in Aussicht stand, einigte man sich auf Remis.

Die Vorentscheidung zugunsten der SF Lünen fiel an Brett 2. Beide Akteure agierten hier zunächst eher vorsichtig und riskierten nicht viel. Eine durchaus mannschaftsdienliche Spielweise, die Nils Leufert trotz seines jugendlichen Alters schon sehr gut verinnerlicht hat: Er schaut nicht nur aufs eigene Brett, sondern beobachtet auch das Geschehen um sich herum genau und richtet seine Strategie danach entsprechend aus. Im konkreten Fall war die Entscheidung relativ einfach: Das Team lag mit 0,5-1,5 hinten und Nils‘ Bruder hatte eine klare Gewinnstellung auf dem Brett. Also ging es an Brett 2 „nur“ darum, eine völlig ausgeglichene Stellung in der Remisbreite zu halten, um so für die Mannschaft das Unentschieden zu sichern. Leider ereilte Nils Leufert im 32. Zug ein totaler Blackout. Er übersah ein Schach, das ihn einen Turm kostete. Danach blieb ihm nichts weiter übrig, als seinem Gegner zum Sieg zu gratulieren. 

Die längste Partie des Tages spielte Jan Leufert. Wie schon erwähnt, hatte er sich eine klare Gewinnstellung mit deutlichem Materialvorteil erarbeitet. Nachdem der Mannschaftssieg für die SF Lünen feststand, verzichtete sein Gegner darauf, mit 2 Bauern und einer Qualität weniger die aussichtslose Partie fortzusetzen und gab auf. Für Jan Leufert ein schöner Erfolg und der verdiente Lohn für eine gute Vorbereitung. 

Fazit: Dem Spielverlauf insgesamt hätte ein 2-2 eher entsprochen; darüber waren sich alle Beteiligten einschließlich der  Schachfreunde aus Lünen einig. Doch auch wenn die Auftaktniederlage ärgerlich war, sieht Jugendleiter Holger Reinert riesiges Potential in der Mannschaft und ist zuversichtlich, dass der Klassenerhalt gelingen wird.