U20 unterliegt unglücklich in Witten

Schachjugend

Jugend-Verbandsklasse: SG Witten-Bönen 2,5-1,5

Bönens U20 musste am 4. Spieltag der Verbandsklasse Ruhrgebiet zum Auswärtsspiel nach Witten reisen. Aus der Stammbesetzung fehlten Niklas Fischer und Sirko Uhde; dafür gab  Neuzugang Emilian Koschel bei seinem ersten Einsatz für eine Bönener Mannschaft einen gelungenen Einstand.

An Brett 1 hatte sich Alexander Koch gründlich vorbereitet. Weil er zuletzt mit seinem Eröffnungsrepertoire nicht besonders gut zurecht kam, hatte er auf Anraten seines Trainers seine Spielweise mit den weißen Steinen auf ein Damenbauernspiel umgestellt. Und tatsächlich brachte diese Maßnahme im Sinne der Mannschaft etwas ein: Koch baute sich ganz solide auf, ging kein unnötiges Risiko ein und hatte nach einer Stunde Spielzeit ein nie gefährdetes Remis in der Tasche.

Emilian Koschel investierte einen Bauern und bekam dafür nach 15 Zügen einen vielversprechenden Angriff gegen den weißen König. Er konnte seine Schwerfiguren optimal auf offene Linien bringen und setzte seinen Gegner damit schwer unter Druck. Nach Damentausch entlastete sich Weiß dann jedoch und die Partie ging in ein schwierig zu behandelndes Endspiel mit je 2 Türmen, 1 Springer und 5 Bauern auf jeder Seite über. Nach einigem taktischen Hin und Her wurde weiteres Material abgetauscht und getreu dem alten Spruch „Turmendspiele sind immer remis“ gab man sich zum Unentschieden die Hand.

Kurz danach war ein weiteres Remis perfekt. An Brett 3 verrechnete sich Jan Leufert zunächst und verlor aus der Eröffnung heraus eine Figur. Der eine Bauer, den er als Kompensation dafür bekam, war eigentlich zu wenig, um Ausgleich zu bekommen. Doch Leufert  nutzte den kleinen Entwicklungsvorsprung geschickt aus und es gelang ihm, Material zurückzugewinnen. So entstand ein Endspiel, in dem 3 Bauern auf Bönener Seite einem Läufer gegenüber standen. Das reichte für den dritten halben Punkt.

Beim Stand von 1,5-1,5 musste nun an Brett 2 die Entscheidung fallen. Nils Leufert hatte es mit einem etwa gleichstarken Kontrahenten zu tun. Mit den schwarzen Steinen baute er sich in der Englischen Eröffnung zunächst defensiv auf und lange Zeit blieben sämtliche Figuren auf dem Brett. Nach 11 Zügen hatte er allerdings bereits über eine Stunde seiner Bedenkzeit verbraucht. Folglich kam er später in Zeitnot und stand beim 40. Zug schlechter: Sein Gegner hatte im Endspiel einen Bauern mehr und verfügte über ein starkes Läuferpaar. Nachdem die Zeitkontrolle geschafft war, ging der Kampf zwar noch eine Stunde weiter; doch leider mit dem schlechteren Ende für Bönens U20-Team.

Nach dem 1,5-2,5 in Witten  steht das Team mit 2 Mannschaftspunkten auf dem vorletzten Platz. Am letzten Spieltag am 7.2.26 wartet mit dem aktuellen Tabellenführer aus Ahlen eine schwere Aufgabe auf Bönens 1. Jugendmannschaft. Doch ganz chancenlos wird man bei diesem Heimspiel nicht sein; die bisherigen Saisonleistungen waren – bis auf das Abschneiden in Recklinghausen – in Ordnung und an der einen oder anderen Stelle fehlte manchmal nur ein wenig die Erfahrung.