Kreisligateams marschieren weiter!

Bönen 4, Bönen 5

Kreisliga: SV Bönen IV – Hammer SC IV 5:0 / SV Unna V – SV Bönen V 1:4

Vierte springt nach 5:0 Kantersieg auf Platz zwei

Im Spitzenspiel zwischen dem Zweitplatzierten Hammer SC IV und der auf Platz drei rangierenden Bönener Vierten machten die Gastgeber aus Bönen kurzen Prozeß. Mit einem glatten 5:0 schickten sie die Hammer Spieler punktlos nach Hause und zogen in der Tabelle vorbei.

Den Auftakt machte Janne Engbrecht an Brett fünf. Gegen einen mutigen Königsangriff seines Gegenübers spielet der Bönener sehr trickreich und eroberte nach einer taktischen Kombination die Dame. Danach ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen. Jan Leufert spielet an Brett zwei eine sehr sichere Eröffnung und nutzte gleich die erste sich bietende Gelegenheit, um nach einem Fehler seines Kontrahenten entscheidendes Material zu gewinnen. Am Ende gelang ihm ein schönes Schachmatt. Ebenfalls mit Materialgewinn brachte Mannschaftsführer Volker Annuss seinen Gegner zur Aufgabe. Die Hammer Nummer drei verzettelte sich am Damenflügel und unterschätzte einen starken Gegenangriff seitens des Böneners.

Sieg am Spitzenbrett: Nils Leufert

Am härtesten zu kämpfen hatte Simon Annuss an Position vier. Er verlor zunächste einen Bauern, konnte diesen jedoch später durch eine Taktik zurückerobern. Im Endspiel unterlief seinem Kontrahenten schließlich ein folgenschwerer Fehler, der Annuss eine siegbringende Bauernumwandlung brachte. Für den Schlusspunkt sorgte Nils Leufert am Spitzenbrett. In einer zweischneidigen Partie griff sein Gegner in einem remisträchtigen Endspiel fehl und übersah eine Springergabel, die Leufert zur Entscheidung nutzte.

Durch den klaren Erfolg steht das junge Team nun auf Platz zwei der Tabelle hinter der eigenen Fünften, die Meisterschaftsfavorit ist.

Fünfte führt die Tabelle an

Beide Mannschaften traten nahezu in  Bestbesetzung an. Die Fünfte aus Bönen war allerdings klarer Favorit an allen Brettern. So dauerte es nur etwas mehr als 2 Stunden, bis der Auswärtssieg bereits perfekt war. 

Den Auftakt machte Yevhen Yasonov. Bereits nach wenigen Zügen stand das Brett in Flammen. Aus den vielen  taktischen Verwicklungen kam Yasonov besser heraus als sein Gegenüber; er gewann zunächst entscheidend Material und schloss die Partie mit einer schönen Mattkombination ab. Etwas überraschend gelang Unna etwas später der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1-1. Henryk Bednik unterschätzte seinen jugendlichen Gegner, zog an einer entscheidenden Stelle zu schnell und befand sich auf einmal in einer miserablen Lage mit einem Turm weniger. Er verzichtete darauf, sich die Gewinnführung zeigen zu lassen und gab auf.

Der Verlustpunkt an Brett 4 fiel jedoch nicht ins Gewicht, denn Ingo Hüttl, Fitim Mukaj und Holger Reinert befinden sich  alle drei zurzeit gut in Form. Mukaj wählte mit den weißen Steinen seine Lieblingseröffnung Englisch. 27 Züge lang lavierten beide Parteien, ohne dass ein einziger Bauer oder Figur getauscht wurde. Nach Linienöffnung im Zentrum gestaltete sich die Partie weiterhin ausgeglichen. Erst im 40. Zug unterlief dem Schachfreund aus Unna ein Flüchtigkeitsfehler, der ihn einen Bauern kostete. Kurz danach fiel der nächste Bauer und in dem nun entstandenen Doppelturmendspiel waren alle Vorteile auf Seiten des Böneners an Brett 3. Mit seiner guten Endspieltechnik fuhr Mukaj dann den Sieg ein. Das 3-1 und damit den entscheidenden Mannschaftspunkt machte Ingo Hüttl. Ähnlich wie Mukaj legte er die Partie ruhig an. Die Schwerfiguren ballten sich schließlich auf der e-Linie und nach einem Rechenfehler verlor Hüttls Gegner einen Turm, woraufhin er aufgab. Hüttl behielt damit seine weiße Weste und ist mit 5 Punkten aus 5 Einsätzen bester Scorer des Teams Bönen V.

Zum Schluss durfte sich auch Mannschaftsführer Holger Reinert einen ganzen Punkt gutschreiben. Weil er in letzter Zeit mit verschiedenen Nachwuchsspielern eine bestimmte Variante des Damenbauernspiels trainiert hatte, spielte er seit Jahren selbst einmal wieder 1 d4. Und siehe da: Sein Gegner kam mit diesem Eröffnungstypus nicht gut zurecht, verlor früh einen Bauern, kurz danach eine Figur und am Ende die Partie.

Mit nunmehr 11 Mannschaftspunkten und einem relativ leichten Restprogramn in den verbleibenden 3 Spielen der Saison 2025/26 rückt die angestrebte Meisterschaft und damit der Aufstieg in die Bezirksklasse in greifbare Nähe.