Verbandsbezirksliga: SV Bönen II – Hammer SC II 4:4
Hochspannung brachte das Spitzenspiel der Verbandsbezirksliga zwischen Spitzenreiter SV Bönen II und dem Tabellendritten Hammer SC II. Beide Teams wollten sich mit einem Sieg eine gute Ausgangslage im Aufstiegsrennen erspielen. Am Ende gab es ein hartumkämpftes 4:4, was sich nach Abschluss des Spieltages als gutes Ergebnis für beide entpuppte, das Konkurrent Dortmunder SV II unerwartet eine Niederlage gegen die bereits als Absteiger feststehende Reserve aus Ahlen kassierte. Die Bönener Zweite behauptete mit nun 13:1 Punkten die Spitzenposition vor dem neuen Zweitplatzierten aus Hamm, der mit 11:3 Zählern vor der letzten Runde zwei Punkte Rückstand hat.
Das heimische Team hat damit Platz zwei bereits sicher, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. Im abschließenden Spiel gegen den FS Dortmund II reicht dem SV49 bereits ein Unentschieden, um die Meisterschaft feiern zu können. Obwohl die Bönener hier klarer Favorit sind, darf man den Gegner aber keinesfalls unterschätzen. Alles andere als ein Bönener Erfolg wäre allerdings eine große Überraschung.
Das Topspiel gegegn den HSC II begann für die SV-Reserve äusserst erfreulich, denn Brett 4 fehlte bei den Gästen unentschuldigt, sodass es nach einer halben Stunde 1:0 stand. Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Begegnung zunächst weiter in Richtung Sieg für die Gastgeber. Ersatzmann Romstadt stand mit einer Mehrfigur auf Gewinn, an Brett zwei lag Beulertz einen Bauern vorn, lediglich am Spitzenbrett kämpfte Lojewski mit einem Minusbauern um das Remis, nachdem sein junger Kontrahent mit einer sehenswerten Kombination seine König freigelegt hatte. An den übrigen Brettern sah es nach soliden Punkteteilungen aus. Dann allerdings kippte die Begegnung unerwartet in Richtung der Gäste. Erst ließ Romstadt seinen Gegner noch in ein Dauerschach entkommen, dann musste Leisen an Brett sieben die Waffen strecken, nachdem er eine Taktik übersah. An Brett drei kam Medger in seiner Partie nur zum Remis, wie auch Beulertz an Brett zwei, dessen Mehrbauer im Schwerfigurenendspiel nutzlos war. Beim Zwischenstand von 2,5:2,5 sah es nun für die SV49er nicht rosig aus, da Lojewski, Volling und Poppenberg jeweils ein theoretisch verloreners Endspiel auf dem Brett hatten. Aber „theoretisch“ ist nicht gleich „praktisch“, alle drei zeigte gute Nerven und vor allem sehr gute Endspielkenntnisse. Alle drei nutzen kleine Ungenauigkeite ihrer Gegner, um noch in ein Remis anzuwickeln. Am härstesten zu kämpfen hatte dabei Andreas Volling an Brett fünf. Nach fünf Stunden Spielzeit musste ihm aber sein Gegner zum 4:4 Endstand die Hand reichen.




